Motorrad-Navigation im ADAC-Test:TomTom Rider 2 vs. Garmin Zumo 550

Immer mehr Motorradfahrer nutzen laut ADAC spezielle Motorradnavigationsgeräte. Die Auswahl an Motorrad-Navis ist – im Gegensatz zu den fürs Auto bestimmten Modellen – noch recht überschaubar. Die zwei gängigsten aktuellen Motorrad-Navis wurden vom ADAC bereits im Juli getestet:

TomTom Rider 2 für ca. 600 Euro

Garmin Zumo 550 für ca. 700 Euro

Im Ergebnis wurden beide Geräte mit „gut“ bewertet. Beide Motorrad-Navis sind solide und stabil verarbeitet und zeigten sich im Test als wasserdicht und stoßunempfindlich. Auch ließen sie sich einfach handhaben und überzeugten hinsichtlich des Kartenmaterials und der Qualität der Routenberechnung.

Besonders hervorzuheben beim TomTom Rider 2 ist die klare Kartendarstellung und eine schnelle Neuberechnung beim Abweichen von der geplanten Route. Zudem gibt es eine Alternativroutenführung. Im Lieferumfang ist auch ein Bluetooth-Headset enthalten, wobei bei voller Lautstärke die Töne unangenehm kratzend werden können.

Das Garmin Zumo 550 punktete mit einem schnellen Satellitenkontakt und dem hellen, kontrastreichen Bildschirm. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten schlagen jedoch die etwas träge Kartendarstellung, die fehlende Neuberechnung alternativer Routen, und ein ebenfalls fehlender Geschwindigkeitswarner negativ zu Buche. Da außerdem eine Automodell-Software verwendet wird, ist die Streckenführung für Motorradfahrer nicht immer reizvoll. Eine vorherige Routenplanung mit spezieller Software und Kartenmaterial am PC ist deswegen sinnvoll. Auch ist kein Headset im Lieferumfang enthalten.

Außerdem fiel den Testern bei beiden Geräten negativ auf, dass keine Montagehinweise zur elektronischen Verkabelung beiliegen. Dies ist ärgerlich, da bei vielen Motorrädern weder die optimale Montage noch der Anschluss an die Bordelektronik einfach zu bewerkstelligen sind.

Zum Testbericht auf der ADAC-Homepage