BECKER TRAFFIC ASSIST Z 100 CROCODILE

Bei der IFA 2008 vorgestellt, mehrfach zur Auslieferung angekündigt, bei keinem Händler jedoch bisher tatsächlich gesichtet: die Vorfreude auf das Becker Traffic Assist Z 100 Crocodile steigt von Tag zu Tag. Das Crocodile basiert auf dem Becker Traffic Assist Z 201. Durch seine gummierte Schale gegen Spritzwasser geschützt, soll es sich besonders gut – aber nicht ausschließlich – für den Einsatz auf dem Motorrad eignen.

Für einen Kaufpreis von unter 300 Euro bietet das Becker Travel Assist Z100 jede Menge Features: Komfortfunktionen wie Spurassistent, Reality View, „One-Touch“-Funktion zum schnellen Umschalten vom Karten- in den Pfeilnavigationsmodus, Tempowarner, integriertes TMC, Text-to-Speech und Zielspeicher für bis zu 200 zuletzt angefahrene Reiseziele sowie Multimedia-Features wie MP3- und Videoplayer. Ein besonderes Schmankerl ist der großzügige 4,3-Zoll-Widescreen-Farbdisplay. Vorinstlliert sind bereits Navteq Karten für 42 europäische Länder.

Funktionsübersicht und Download Bedienungsanleitung
Technische Daten – Details

Auf die ersten Testberichte darf man gespannt sein. Im Vergleich mit den Marktführern TomTom Rider und Garmin Zumo ergibt sich folgende erste Einschätzung:

Vorteile Crocodile:

  • günstiger Kaufpreis von unter 300 Euro
  • großer 4,3-Zoll-Display
  • 3D Ansicht

Nachteile Crocodile:

  • Routenplanung nur am Gerät möglich
  • „nur“ 100 Zwischenziele einspeicherbar
  • Keine Trackaufzeichnung
  • kein Bluetooth

Fazit: Für alle, die nicht vorhaben, ihre Touren im Voraus am Rechner zu planen und bei Mehrtagestouren Zwischenziele auch von unterwegs einzugeben bereit sind, ist das Becker Traffic Assist Z 100 Crocodile eine bedenkenswerte preiswerte Alternative zu den etablierten Modellen.
Noch einmal zur spannenden Fragen, ab wann denn das Crocodile erhältlich sein wird: Wir hatten bisher an dieser Stelle auf einen Amazon-Händler verwiesen, der mit 266,10 € + 4,90 € einen der günstigsten Onlinekaufpreise aufwies und eine baldige Lieferung versprach. Leider wurde der Liefertermin täglich nach hinten herausgeschoben, bis das Angebot dann ganz verschwand. Becker sprach ursprünglich von einer Auslieferung noch im November – vielleicht muß an dem Teil ja noch nachgebessert werden. So langsam wird es weihnachtlich …

Motorrad-Navigation im ADAC-Test:TomTom Rider 2 vs. Garmin Zumo 550

Immer mehr Motorradfahrer nutzen laut ADAC spezielle Motorradnavigationsgeräte. Die Auswahl an Motorrad-Navis ist – im Gegensatz zu den fürs Auto bestimmten Modellen – noch recht überschaubar. Die zwei gängigsten aktuellen Motorrad-Navis wurden vom ADAC bereits im Juli getestet:

TomTom Rider 2 für ca. 600 Euro

Garmin Zumo 550 für ca. 700 Euro

Im Ergebnis wurden beide Geräte mit „gut“ bewertet. Beide Motorrad-Navis sind solide und stabil verarbeitet und zeigten sich im Test als wasserdicht und stoßunempfindlich. Auch ließen sie sich einfach handhaben und überzeugten hinsichtlich des Kartenmaterials und der Qualität der Routenberechnung.

Besonders hervorzuheben beim TomTom Rider 2 ist die klare Kartendarstellung und eine schnelle Neuberechnung beim Abweichen von der geplanten Route. Zudem gibt es eine Alternativroutenführung. Im Lieferumfang ist auch ein Bluetooth-Headset enthalten, wobei bei voller Lautstärke die Töne unangenehm kratzend werden können.

Das Garmin Zumo 550 punktete mit einem schnellen Satellitenkontakt und dem hellen, kontrastreichen Bildschirm. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten schlagen jedoch die etwas träge Kartendarstellung, die fehlende Neuberechnung alternativer Routen, und ein ebenfalls fehlender Geschwindigkeitswarner negativ zu Buche. Da außerdem eine Automodell-Software verwendet wird, ist die Streckenführung für Motorradfahrer nicht immer reizvoll. Eine vorherige Routenplanung mit spezieller Software und Kartenmaterial am PC ist deswegen sinnvoll. Auch ist kein Headset im Lieferumfang enthalten.

Außerdem fiel den Testern bei beiden Geräten negativ auf, dass keine Montagehinweise zur elektronischen Verkabelung beiliegen. Dies ist ärgerlich, da bei vielen Motorrädern weder die optimale Montage noch der Anschluss an die Bordelektronik einfach zu bewerkstelligen sind.

Zum Testbericht auf der ADAC-Homepage

Motorrad-Navigationsgerät mieten

Wer vor dem Kauf eines Motorrad-Navigationsgerätes seinen Favoriten gerne testen möchte beziehungsweise sich noch nicht sicher ist, für welches Modell er sich entscheiden soll, ist jetzt nicht mehr darauf angewiesen, einen Kumpel zu haben, der ihm das gute Stück zum Probefahren ausleiht: Zumindest die zwei beliebtesten Modelle Garmin Zumo (500 deluxe) und TomTom Rider kann man auch bequem über das Internet zur Miete bestellen. Gefunden haben wir die Angebote bei der Online-Mietbörse erento.com.

Da sie vom selben Anbieter eingestellt worden, sind auch die Mietkonditionen ähnlich : Mietpreise 5,20 bzw. 4,60 € pro Tag, Vermietung ab 3 Tagen, bei längerer Miete auch Preisrabatt. Der Versand erfolgt innerhalb von 5 Tagen per DHL (6,90 €). Einige Zusatzteile (Batteriewächter, Stromadaption) sind kostenlos im Mietpreis enthalten, andere (Lenkermittelstreben, abschließbare Halter, Navihalterungen) können/müssen zusätzlich gemietet werden. Ein bluetooth headset ist beim Zumo schon im Grundumfang enthalten, beim Rider ist es ein Extra.

Hier gehts zu den Angeboten mit allen Details:
Garmin Zumo 500 deluxe
TomTom Rider

Motorrad-Navigationstrends 2009

Zum Jahresende kommt eine Menge neuer Navigationsgeräte und Kartensoftware heraus, die die Tourenplanung erleichtern sollen.

  • Bei den GPS-Empfängern hält die Touchscreen-Bedienung mehr und mehr Einzug, die Displays werden immer hochauflösender.
  • Es zeichnet sich ein künftigter Trend zu Geräten ab, die auch gescannte (Raster-)Karten verarbeiten können. Bisher gilt das nur für Vektorkarten – also Karten, die sich beliebig zoomen lassen, nur eine kleine Dateigröße haben, aber eben nicht von allen Weltgegenden verfügbar sind.
  • Im Zusammenspiel mit Google-Earth und anderen Programmen ergeben sich immer mehr Möglichkeiten für die Routenplanung.
  • Trotz des Trends zur GPS-Unterstützung beim Motorradfahren hat die gute alte Papierkarte sobald nicht ausgedient. Ihr Vorteil der Gesamtübersicht kann von den relativ kleinen Displays der GPS-Geräte nicht so schnell kompensiert werden wird. Einen Boom können daher auch hochauflösende topografische Karten verzeichnen.

In Ihrer aktuellen Ausgabe bespricht die Zeitschrift MotorradAbenteuer ausführlich einige neuere für den Outdoor-Einsatz konzipierte Geräte von Garmin (Colorado 300 und Oregon 300) und Magellan (Triton 2000) nebst zugehöriger Kartenplattform-Software und geht auch auf die letzten Entwicklungen bei den digitalen Karten verschiedener Anbieter ein.